Immer wieder geraten Menschen aufgrund von bestimmten Merkmalen ins Visier polizeilichen Handelns. Unbegründete Pass- und Personalkontrollen verbunden mit rassistischer Polizeigewalt, Beschimpfungen und Übergriffen gehören für sie zum Alltag. Racial Profiling verstärkt vorhandene gesellschaftliche und individuelle Stereotype und Vorurteile. Für alle Betroffenen ist eine hierauf basierte Kontrolle in der Öffentlichkeit eine entwürdigende Erfahrung – die viele Menschen regelmäßig erleben. Wir wollen vor allem Handlungsmöglichkeiten für Zeug*innen aufzeigen und gemeinsam überlegen, wie Solidarität in unterschiedlichen Situationen aussehen kann. Darüber hinaus soll das Bewusstsein für mögliche Folgen der unterschiedlichen Herangehensweisen bei der Unterstützung von Betroffenen geschärft werden. Die Möglichkeit der Positionierung von Zeug*innen vor, während und nach der akuten Situation wird thematisiert. Für diesen Workshop haben wir als Referent*innen zwei Menschen von Cop Watch Frankfurt eingeladen.
Zu Copwatch Frankfurt
Copwatch Frankfurt gründete sich 2013. Viele ihrer Mitglieder engagieren sich seit Jahren in antirassistisch-feministischen Kontexten. Die Gruppe schafft konkrete Unterstützung und dauerhafte, selbstermächtigende Infrastrukturen für Betroffene. In Frankfurt und bundesweit konfrontieren sie die Normalität von Racial Profiling mit einer aktiven und praktischen Politik. Ihre Arbeit hat drei politische Schwerpunkte: die Telefonhotline, die Informationsstelle und die Dokumentation rassistischer Polizeikontrollen in Frankfurt. Außerdem haben sie Workshops zum Umgang mit Racial Profiling und rassistischer Polizeigewalt entwickelt.